Historisches Tief bei neuen Personenwagen

Verkaufszahlen März 2025

Historisches Tief bei neuen Personenwagen

2. April 2025 agvs-upsa.ch – Die Anzahl verkaufter Personenwagen im ersten Quartal 2025 hat ein historisches Tief erreicht, seit 2000 waren die Zahlen nicht mehr so niedrig. Gerade einmal 52'690 Neufahrzeuge rollten im März auf die Strassen in der Schweiz und dem Fürstentum Lichtenstein. Nun ist gemäss Auto-Schweiz die Politik gefordert, auf diese Situation zu reagieren.


Der Personenwagen-Markt und damit auch das Autogewerbe leidet unter dem schlechtesten, ersten Verkaufsquartal seit 2000. Foto: AGVS-Medien

pd. Der Markt für neue Personenwagen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein hat das schlechteste erste Quartal seit der Jahrtausendwende hinter sich. Lediglich 52'690 Neufahrzeuge sind in den ersten drei Monaten auf die Strassen der beiden Länder gekommen, nochmals 7,9 Prozent weniger als im bereits schwachen Vorjahr. Das Marktniveau im März lag mit 21'690 Neuwagen so tief wie seit fünf Jahren, dem Beginn der Covid-Pandemie, nicht mehr.

Der Markt befindet sich vor der Entscheidung des Bundesrats zur CO2-Verordnung in einer regelrechten Schockstarre – das drohende Damoklesschwert einer starken Überregulierung mit einer Sanktionsfolge von bis zu 500 Millionen Franken allein für 2025 lähmt viele Akteure. Ohne ein deutliches Wachstum des Marktanteils der Steckerfahrzeuge, der nach drei Monaten bei 29,7 Prozent verharrt, könnte 2025 zu einem «annus horribilis» für die Schweizer Automobilwirtschaft werden. Vom Bundesrat wird eine Deregulierung und marktwirtschaftliche Kurskorrektur gefordert, um einen massiven Arbeitsplatzabbau in der Branche zu vermeiden.

«Die Politik ist nun zwingend gefordert, den Marktrealitäten ins Auge zu schauen, die Schweizer Autowirtschaft vom Regulierungsdickicht zu befreien und unseren 10-Punkte-Plan für das Gelingen der E-Mobilität umzusetzen», hält Auto-Schweiz-Präsident Peter Grünenfelder fest. «Es geht nicht an, dass die Bundespolitik einen funktionierenden Markt durch eine Überbevorschriftung in der CO2-Verordnung in eine wirtschaftlich prekäre Situation hineinmanövriert», kritisiert Peter Grünenfelder die marktferne Regulierung der Behörden. Nötig sei der Verzicht auf kostenverursachende «Swiss Finish»-Vorschriften und eine Koordination mit den gängigen europäischen Normen. Ohne entsprechende Kurskorrektur gehe der Stellenabbau in der Schweizer Automobilwirtschaft sonst unvermindert weiter.



Widerrechtliche Rückwirkung
Besonders die drohende rückwirkende Inkraftsetzung der CO2-Verordnung verunsichere die Branche, so Auto-Schweiz-Direktor Thomas Rücker: «Die Vorstellung, dass sämtliche Fahrzeugauslieferungen neuer Personenwagen und Nutzfahrzeuge rückwirkend einem CO2-Regime unterstellt werden, welches man noch nicht kennt, lähmt die Marktaktivitäten. Wir sind uns sicher, dass Jahresauftakt 2025 genau deswegen mit angezogener Handbremse erfolgte. Bevor der Bundesrat nicht Klarheit über die Regeln geschaffen hat, wird sich dies daher nicht ändern. Dabei ist der Verzicht auf eine rückwirkende Inkraftsetzung der Regeln für Neufahrzeuge zum 1. Januar 2025 zwingend angezeigt – ein entsprechendes Rechtsgutachten von Wirtschaftsrechtsprofessor Peter Hettich von der Universität St.Gallen hat für den Fall einer Rückwirkung massive Rechtsverletzungen festgestellt.»

Das Ziel müsse es sein, die CO2-Vorschriften gegenüber dem Rest Europas nicht weiter zu verschärfen und sich an diesen Regeln zu orientieren – denn so ist es mehrfach im CO2-Gesetz festgehalten, betont Thomas Rücker: «Die Schweizer Automobilwirtschaft braucht schnell Rechtssicherheit, damit der Investitionswille in neue, umweltfreundlichere Personenwagen und Nutzfahrzeuge zurückkehrt.»

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung.
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